Wenn Frauen Frauen lieben

Diese FF ist schon etwas älter. Die beiden Charaktere müssen nicht unbedingt Haruka und Michiru sein, aber wenn sie es wären, wäre Michiru die Ich-Perspektive ^.~

Viel Spaß beim Lesen

Eure StarFighter/ Michiru 


Die Luft war stickig und schwül in dem hoffnungslos überfüllten Club. Trotzdem schloss ich die Augen und genoss die Atmosphäre. Ich war schon lange nicht mehr raus gewesen und hatte mich richtig auf diesen Abend gefreut. Mein Kumpel schob mich auch direkt Richtung Tanzfläche. Die Musik war gut und die Tanzfläche voll. Wie von selbst bewegte sich mein Körper zu den Klängen der Musik. Ich schloss die Augen und genoss es mich einfach der Musik hinzugeben. Doch als ich die Augen öffnete, sah ich SIE. Völlig perplex blieb ich stehen. Ich hatte nicht erwartet, dass sie wirklich kommen würde. Ich selbst war ja immer äußerst vorsichtig, was Internetbekanntschaften anging. Sie sah mir direkt in die Augen, diese Augen, die ich stundenlang auf dem kleinen Avatar angestarrt hatte. Der blonde Pony fiel ihr spielerisch ins Gesicht und sie lächelte mich offen an. Scheinbar hatte auch sie mich direkt erkannt.

Kennengelernt hatten wir uns in einem Forum. Seit dem chatteten wir fast jeden Tag miteinander. Nach einigen Unterhaltungen stellte sich heraus, dass sie auf Frauen stand. Mir war das egal. Doch von Mal zu Mal, freute ich mich mehr darauf mit ihr zu chatten, ja regelrechte Vorfreude machte sich breit. Und als ich dann erfuhr, dass sie ganz in meiner Nähe wohnt, war ich nicht mehr zu bremsen. Und so verabredeten wir uns. Ich sagte nur, dass ich diesen Samstag da sein würde, in dem Club, in dem sie dauernd war.

Es war als wären wir allein im Raum. Wir sahen uns an und wussten sofort, dass da was war. Plötzlich standen wir voreinander, tanzten, lachten und tranken, bis wir schließlich die Arme umeinander gelegt hatten. Es war ein ungewohntes Gefühl eine weiche Hüfte an der Hand zu spüren, anstatt ein hartes Männerbecken. Mit jeder Berührung kamen wir uns näher. Das Lied war zu Ende, das Licht erlosch und da waren sie. Diese heißen, verlangenden Lippen auf meinen. Ich wusste nicht wie mir geschah, obwohl ich mich genau danach gesehnt hatte. Ich riss meine Augen vor Überraschung weit auf, schloss sie dann aber genüsslich. Meine Hand wanderte wie automatisch in ihren Nacken und kraulte sie. Ihre Zunge bat um Einlass und ich gewährte ihn. Das war der intensivste Kuss, den ich jemals erlebt hatte. Nur widerwillig löste sie den Kuss, genau in dem Moment, als das Licht wieder an ging und der nächste Song gespielt wurde. Keiner von uns wusste so genau, was er nun tun sollte. Wir sahen uns nur an und wussten, dies würde noch eine lange Nacht werden.

Etliche Lieder vergingen. Wir hatten uns kein Wort unterhalten. Wir sahen uns nur an und verstanden uns auch so. Es war bereits drei Uhr in der Früh, als meine Kumpels mir sagten, dass sie fahren wollten. Traurig sah ich sie an. Wenn ich die Zeit hätte anhalten können, hätte ich es getan. Ich nickte ihr entschuldigend zu und wollte mich gerade abwenden, als sie mich am Handgelenk festhielt und mich zu ihr zog. „Du kannst auch bei mir bleiben“ flüsterte sie nur. Das war das erste Mal, dass ich ihre Stimme hörte. Sie war dunkler, als ich erwartet hatte, und doch verströmte sie etwas unglaublich Erotisches aus. Ein Nicken genügte, und meine Kumpels zogen ohne mich von dannen. Sie sah mir tief in die Augen. Unsicher lächelte ich sie an, doch daraus wurde irgendwann ein selbstbewusstes Grinsen und ich zog sie wieder auf die Tanzfläche. Es grenzte an ein Wunder, dass wir nicht bereits dort über einander herfielen. Eine unglaubliche Lust packte mich. Irgendwann standen wir verschlungen an einer Säule. Keine konnte noch wollte die andere aufhören zu küssen.

 

Sie schloss die Tür zu ihrer Wohnung mit zittrigen Händen auf. Nervös stand ich neben ihr und wartete. Sie bat mich vorzugehen und ich schritt in die zwar kleine, aber ordentliche Wohnung. Annerkennend schaute ich mich um. Sie hatte echt Stil. Dann plötzlich umarmte sie mich von hinten und lehnte ihren Kopf an meinen Rücken. Unwillkürlich musste ich lächeln. Ich drehte mich zu ihr um. Sie war ein Stück kleiner als ich, doch das machte nichts. Ich schaute sie an und sie wurde rot. Dann ging ich zum ersten Mal in die Offensive. Leidenschaftlich drückte ich meine Lippen auf die ihren. Glücklich seufzte sie auf. Sie wusste gar nicht, wo sie mich zuerst berühren sollte, so sehr sehnte sie sich nach meinem Körper.

Ihre Hände glitten unter mein Top und streichelten meinen Rücken entlang. Ihre Hände waren warm und weich. Ich tat es ihr gleich und erkundete ihren Körper. Entschlossen streifte sie mein Top über meinen Kopf ab. Bereitwillig ließ ich sie machen und machte mich danach selbst an ihrem Top zu schaffen. Sie lachte und zog es sich selbst über den Kopf.

Sie war schlank und ihre Haut war leicht gebräunt. Ihre Brüste passten perfekt zu ihrem durchtrainierten Körper. Den Sport sah man ihr an. Ihr Bauch war flach und straff. Gedankenverloren strich ich darüber. Sie lachte auf. Verwundert sah ich sie an. „Das kitzelt“ der zweite Satz an diesem Abend. Verträumt lächelte ich sie an. Prompt zog sie mich in ihr Schlafzimmer und stupste mich aufs Bett. Sie küsste mich am Hals entlang, das Schlüsselbein und dann das Brustbein entlang. Gekonnt wanderte ihre Hand hinter meinen Rücken und öffnete den BH. Sanft streifte sie ihn ab und begann meine Brüste zu liebkosen. Ein roter Schimmer legte sich über mein Gesicht. Immerhin hatte ich es noch nie zu vor mit einer Frau getan. Doch es fühlte sich bereits jetzt so gut an, dass ich unmöglich aufhören konnte. Mutig schlang ich die Arme um sie und nestelte an ihrem BH rum, bis ich ihn endlich geöffnet hatte. Zart strich ich ihn herab und betrachtete die Pracht die darunter verborgen war. Sanft strich ich darüber. Ihre Brustwarzen stellten sich sofort auf. Ein leises Stöhnen kam über ihre Lippen. Es war herrlich jemanden so erregt zu sehen. Wir sahen uns in die Augen. Tiefer und schöner konnte ein Blick kaum sein. Sie küsste mich. Ihr ganzer Körper zitterte vor Erregung. Mein einziger Wunsch war es, diese Gier zu stillen. Meine Hände wanderten hinab und glitten in ihre Jeans. Vorsichtig streichelte ich über ihre Scham. Ihr Kopf sank an meine Schulter. Langsam tauchte ich einen Finger in ihre Spalte. Die erregten Geräusche an meinem Ohr, brachten mich zum Lächeln. Genüsslich massierte ich ihren Kitzler. Ihr Becken schob sich fordernd meiner Hand entgegen. Langsam und zaghaft tauchte mein Finger in sie ein. Sie war heiß und feucht. Vor Dankbarkeit küsste sie mich in den Nacken. Ich ließ in raus und wieder rein gleiten und es gefiel ihr. Meine andere Hand strich derweil ihre Seite entlang. Sie hielt es nicht mehr aus. Stürmisch riss sie sich von mir los und zerrte mich aus dem Bett. Da stand ich vor ihr, ohne Top doch dafür mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Sie kam auf mich zu, küsste mich flüchtig und verschwand dann nach unten. Schnell hatte sie mich von meiner Jeans samt Höschen befreit. Völlig nackt betrachtete sie mich. Es war mir ein wenig unangenehm. Ich zog sie wieder zu mir nach oben und versank mit ihr in eine zärtliche Umarmung…

Es war die heißeste Nacht, die ich je erlebt hatte.

Erschöpft lagen wir neben einander, sie in meinem Armen und es fühlte sich gut an.

Eine Woche war vergangen, seit jenem wunderschönen Abend. Ich stand oben an einer Klippe und blickte auf das Meer hinab. Schwarz kräuselte es sich an den Felsen. Mir war klar, dass ich jene Nacht niemals mehr vergessen würde, genauso, wie mir bewusst war, dass sie mein ganzes Leben verändert hatte. Seufzend wendete ich mich ab. Doch in jener Nacht am Meer, sprang ein Teil meiner Seele hinab, hinab in die tosenden Fluten. Ich würde nie mehr so sein wie vorher, denn seit dem dachte ich Tag und Nacht an jene Frau, die mir zeigte, wie Frauen Frauen lieben…