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Eine FF aus dem Herzen.
Die Silvesterraketen flogen nur so umher, er knallte und zischte. Doch
die ganzen wunderschönen Farben, der Regen aus roten, blauen, pinken,
grünen und gelben Funken interessierte Haruka nicht. Sie hatte nur
Augen für sie. Sie schüttelte den Kopf, wie um ihre Gedanken zu
vertreiben. Doch es gelang ihr nicht. Es war nicht einmal fünf Minuten
her, dass sie sie auf die Lippen geküsst hatte. Fünf Minuten und es
brannte immer noch wie Feuer.
Tage vergingen. Wochen strichen dahin. Und ihre Lippen brannten immer noch. „Verdammt…“ Sie waren beste Freunde. „Wir werden sowieso in der Kiste landen“, hallte es in ihren Gedanken nach. Wieso hatte Michiru so etwas gesagt.
Jedes mal wenn sie sich sahen, wurde Haruka schlecht. Es ging einfach
nicht, es sprach alles dagegen! Außerdem hatte Michiru einen Freund.
Sie musste wegschauen, wenn die zwei sich küssten. Ihr Magen
rebellierte und jeder einzelne Muskel verspannte sich. Er hatte sie
doch gar nicht verdient. Es war nicht so, dass Haruka sie liebte. Nein.
Es war pures Verlangen, reine Begierde, die sie beherrschte. Sie wollte
sie. Nachdem sie gesagt hatte, dass sie es nur erwartete, dass sie
miteinander schliefen umso mehr.
Nachts konnte sie nicht einschlafen. Ihre Gedanken drifteten weit hab,
zu einem Ort an dem es keine Gesetze gab. An dem sie Michiru ungezügelt
verführen konnte. Sie träumte davon, wie sie ihren geschmeidigen Hals
mit Küssen übersäte, sie dachte an ihre Brüste und an soviel mehr.
Unruhig warf sie sich im Bett herum. Es war absolut bescheuert. Doch
das schlimmste an allem war, dass Michiu jeden ihrer pikanten Zurufe
und Andeutungen erwiderte. Eine Qual. Schmerzen wie tausend
Nadelstiche. Der Gedanke daran, dass ihr Freund jede Nacht sein Recht
einlösen konnte. Ihre warme weiche Haut streichelte.
Die Fronten waren geklärt, hatte Michiru gesagt. Wenn sie es tun würden, hätte es keine Konsequenzen…
Und wenn doch?
Hatte nicht alles was man tat am Ende eine Folge?
Aktion Reaktion?
Wenn sie einmal der Lust verfielen, würden sie es wieder tun?
Nicht aus Liebe, aus reiner Lust?
Würde dann nicht trotzdem alles um sie herum zerbrechen?
Konnte man mit einer Erinnerung leben? An etwas, das man immer wieder haben will?
Es war keine Liebe… kann man das überhaupt sagen?
Wenn man jemanden so begehrt, ist es dann nicht etwas Ähnliches?
Warum können bloße Worte, unbeantwortete Fragen so wehtun?
Gequält und voller Leid schlief sie ein, in der vagen Hoffnung aus ihren träumen einfach nicht mehr aufzuwachen.
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